29 Juli 2013
Vor 25 Jahren: Einführung des Trolleybusbetriebs
Am 1.7.1988, vor 25 Jahren, startete die erste Trolleybuslinie in Ústí nad Labem. Es handelte sich um die Linie 51, die von Zweiachstrolleybussen des Typs Skoda 14Tr bedient wurden. Das Netz wuchs rasant und bereits 1995 umfasste das Netz zehn Linien, der Wagenpark bestand 1995 aus 60 Gelenktrolleybussen des Typs Skoda 15Tr und fünf Solotrolleybussen Skoda 14Tr. Die ersten Gelenkwagen verkehrten erstmals im Linienverkehr am 6.1.1989, in 1989 folgten insgesamt 39 Gelenktrolleybusse. Die ersten dieser Serie wurden bereits 2003 ausgemustert und durch vier neue Skoda 15Tr und durch Niederflurtrolleybusse des Typs Skoda 22 Tr ersetzt. Weitere niederflurige Gelenktrolleybusse vom Typ Skoda 25Tr kamen 2006 hinzu, sie blieben aber bis heute in der Minderheit. Nur drei Niederflurtrolleybus-Kurse werden im Fahrplan auf den Linien 51, 54 und 60 garantiert. Nachdem in 2011 noch zwei Skoda 28Tr hinzukamen, sind 11 der insgesamt 69 Trolleybusse niederflurig.
Nach einer Zusage der EU über finanzielle Hilfe wurden im vergangenen Jahr 26 Trolleybusse ausgeschrieben. Bis 2014 waren zur Erneuerung des Wagenparks 16 Dreiachser in 15 m Länge und zehn Gelenktrolleybusse vorgesehen. Die Kosten in Höhe von etwa 340 Millionen CZK sollten zu 40% von der EU subventioniert werden. Jedoch erfolgte bislang noch keine Freigabe der Mittel, ein Abruf von Neufahrzeugen aus dem Rahmenvertrag konnte noch nicht erfolgen.
Somit wird die Überholung der alten Skoda 15Tr -Trolleybusse fortgesetzt. Nachdem die Gebrauchtkäufe aus Hradec Kralove, Budweis und Pilsen, teilweise überholt, unter den Betriebsnummern 567 bis 577 den Wagenpark etwas verjüngten, werden derzeit die Skoda 15TrM vom Baujahr 1995 generalüberholt. So nahmen die Wagen 557 und 559 im März 2013 die Liniendienst wieder auf, nachdem sie in eigener Werkstatt bzw. bei der Firma Zliner in Zlin überarbeitet wurden.
Derzeit werden die elf Trolleybuslinien im Sommerfahrplan (1.7.13 bis 31.8.2013) befahren. Daher verkehren die Linien ganztägig alle 20 Min, sonst wird in den Hauptverkehrszeiten ein 15 Minuten-Takt geboten. Viele Endhaltestellen werden jedoch von mehreren Linien angefahren, so dass nun ein 10-Minuten-Verkehr bzw. ein 7½-Minuten-Verkehr besteht.
Durch das massive Elbehochwasser gab es starke Beeinträchtigungen des Trolleybusverkehrs. Die Stadtteile im Osten der Stadt konnten nicht auf direktem Weg bedient werden, da die Strasse Přístavní am Elbeufer überschwemmt war. Betroffen waren die Linien 51, 55, 56, 57 und die Verstärkungslinien 58 und 59. Die Stadtteile konnten nur mit der Autobuslinie 5 erreicht werden, von der Innenstadt mit Umstieg über Mirová.
Zeitweise überflutete das Elbe-Wasser sogar den Hauptbahnhof, der damit komplett gesperrt werden musste. Auch die Kreuzung Předmostí/Hrnčířská stand unter Wasser, so dass auch die Linien 52, 53 und 54 von Mirová in die Innenstadt unterbrochen waren. Durch den Bau von Hochwasserschutz musste die Linie 60 nach Strekov nochmals für einige Tage ersatzweise von Autobussen bedient werden, so am 12.07.2013. Der Autoverkehr musste jedoch größere Einschränkungen hinnehmen.
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Bislang konnten 2011 nach fünfjähriger Pause nur zwei 15m lange, dreiachsige Niederflurtrolleybusse beschafft werden, hier der Solaris/Škoda 28Tr Nr. 411 am 27.12.2012 im Zentrum an der Mirove Namesti. Aufnahme: Martin Harák
Juergen Lehmann