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City News

Ausschreibung über die Lieferung von bis zu 33 Batterie-Gelenktrolleybussen bis 2027 veröffentlicht

18 Februar 2021

Das Transportunternehmen der Stadt Usti nad Labem (Dopravní podnik města Ústí nad Labem – DPMÚL) hat einen Wettbewerb für die Lieferung von bis zu 33 Batterie-Gelenktrolleybussen bis 2027 ausgeschrieben. Die eingehenden Angebote werden nach einer für Tschechien innovativen Maßstab bewertet, und zwar liegt die wesentliche Gewichtung auf die Lebenszykluskosten (LCC Life Cycle Costs). Die LCC wird mit 90 % gewichtet, die restlichen Kriterien betreffen die Garantiedauer und die Lieferzeit. Interessanterweise ist keine minimale Anzahl der zu beschaffenden Wagen angegeben.

Die dreiachsigen Trolleybusse sollen mit vier Türen ausgestattet sein und Platz für mindestens 115 Fahrgäste bieten, wovon ein Viertel Sitzplätze sind. Die Traktionsbatterien sollen eine mindestens 12 km lange Fahrt ohne Oberleitung ermöglichen. Die Wagen sollen vollklimatisiert sein und USB-Steckdosen zum Aufladen von Kleinelektronikgeräten besitzen. Die Lieferzeit der ersten Wagen beträgt 400 Tage nach Abschluss des Auftrags, dessen geschätzter Wert (ohne MWSt) sich auf 558 Mio. CZK (umgerechnet rund 21,6 Mio. Euro) beläuft.

Seit dem Jahr 2011 beschafft die DPMÚL Škoda-Trolleybusse auf Basis von Solaris -Wagen, insgesamt gehören bisher 19 Einheiten vom Typ 27Tr und 18 Einheiten des dreiachsigen 15m- Typs 28Tr zum Wagenpark. Die letzten neun Gelenkwagen wurden 2019 angeliefert, sie wurden erstmals mit Batterien ausgestattet, welche eine fahrleitungslose Fahrt bis 5 km ermöglichen. Diese Ausstattung war für die Aufrechthaltung des Betriebs auf der Linien 60 und 62 während des geplanten Umbaus der E.-Beneš-Brücke über die Elbe geplant, über die die beiden Trolleybuslinien in den Stadtteil Střekov führen. Die Batterien-Trolleybusse werden die Baustelle durch fahrleitungslose Marienbrücke umfahren können.

Der Beginn des Umbaus der in sich verschlechternden Zustand befindlichen und bereits seit April 2018 teilweise gesperrten, in den Jahren 1934-1936 gebauten E.-Beneš-Brücke verzögert sich jedoch wegen zahlreichen und teils unerwarteten Problemen. Zur Zeit rechnet man mit der völligen Sperrung der Brücke zwecks Umbau erst für das Jahr 2022 oder sogar 2023, sofern der Zustand der Stahlkonstruktion nicht eine frühere Sperrung nach sich zieht.  

Juergen Lehmann