2 Mai 2011
Wagen- und Fahrermangel
In der etwa 300 km südöstlich von Kiew beidseitig des Dnepr gelegenen Stadt gab es bereits 1950 die ersten Pläne, den Trolleybus einzuführen. Aber es dauerte bis 1965, ehe ein Baubeginn erfolgte und Ende 1966 der erste Trolleybus fuhr. Der Ausbau erfolgte zügig, bis 1990 gab es 13 Linien, die nahezu ausschließlich von den bis 1993 beschafften ZIU 682 bedient wurden. Von 1993 bis 1996 erhielt die Stadt YMZ T1 – Gelenkwagen, und zwar elf Einheiten. von 1995-97 folgten einige Solowagen des Typs YMZ T2, aber auch vom Modell „Kiew 11U“ gingen 1993 einige Solowagen in Betrieb, aber bereits ab 2000 mussten die ersten von diesem Typ abgestellt werden und 2009 wurden die letzten „Kiew 11U“ verschrottet.
Von 1997 bis 2006 erhielt die Stadt keine Neufahrzeuge, ehe dann zwei ZIU 682, 2007 drei Niederflurtrolleybusse des Typs LAZ E183 und 2008 zwei Bogdan T601.11 den Wagenpark verjüngten. Nach den beiden nur knapp 11 m langen Zweiachser sollten weitere Neufahrzeuge kommen, aber die Beschaffungskosten waren für den Betrieb bislang untragbar. So musste aufgrund des sinkenden Bestands an betriebsbereiten Trolleybussen der Betrieb auf den Trolleybuslinien eingeschränkt werden.
Von den offiziell 60 vorhandenen Trolleybussen können bis zu 27 auf den Linien eingesetzt werden, dies aber nicht nur aufgrund des Wagenmangels, sondern auch des Mangels an Fahrer. Anfang des Jahres konnten nun 20 neue Fahrer eingestellt werden, die jedoch zuerst größtenteils angelernt werden müssen.
Foto:
Einer der beiden 2008 neu beschafften knapp 11 m langen Bogdan T601.11 an der Endhaltestelle der Linie 1 im Westen der Stadt. Aufnahme: Eugene Asaulenko, 3. April 2009
Juergen Lehmann