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Cordoba [AR] - Mehrere Probleme beim täglichen Betrieb
Aufgrund der Lockerungen der Restriktionen im Zuge der Corona-Virus-Krise fuhren zwischenzeitlich wieder Trolleybusse auf allen drei Linien, wenn auch mit etwas reduziertem Fahrplan. Jedoch gab es einen erheblichen Einnahmeverlust während der Pandemiezeiten und die Busgesellschaften entließen Fahrer und führten Lohnkürzungen durch. Daraufhin begaben sich die Busfahrer aller Busgesellschaften in einen unbefristeten Streik und ab Ende Juni konnte kein öffentlicher Verkehr im Stadtgebiet durchgeführt werden. Nach 20 Tagen konnte Mitte Juli 2020 der Trolleybusbetreiber TAMSE mit der Gewerkschaft eine Einigung erzielen und ab dem 21.07.2020 wurden die Trolleybusse wieder in Umlauf gebracht. Die Mitarbeiter erhalten nun nur noch 88% ihres letzten Gehalts, müssen aber dafür statt 24 nur noch 21 Tage im Monat arbeiten.
Der Einsatz der russischen Trolleybusse konnte stabilisiert werden, allerdings bereitet die Beschaffung von Ersatzteilen Probleme. Noch immer werden die russischen ZIU Trolleybusse aus den ersten Lieferungen vor rund 30 Jahren grunderneuert und wieder für den weiteren Betrieb instandgesetzt. Diese Arbeiten werden teilweise in der örtlich ansässigen Firma Materfer durchgeführt. Die Trolleybusse der Baujahre 1988 bis 1992 sind derzeit noch unverzichtbar.
Die Stadt beabsichtigt die Beschaffung von Batteriebussen, deren Betrieb auch in die Hände der "Trolleybus-Gesellschaft" TAMSE gegeben werden soll.
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