Berlin 2016

Conference Facts

Ort: Berlin, Deutschland
Datum: 31. Mai – 1. Juni 2016
Teilnehmer: rund 200 Fachteilnehmer aus Verkehrsbetrieben, Industrie, Politik und Forschung


Key Topics

Elektrische Bussysteme im Vergleich
Batterie-, Brennstoffzellen- und Trolleybussysteme.

Integration elektrischer Infrastruktur
Nutzung bestehender Netze für neue E-Bus-Konzepte.

Ladeinfrastruktur und Betriebsstrategien
Depotladung und Opportunity Charging.

Innovationen im Trolleybus-System
Batteriegestützte Oberleitungsbusse.

Erfahrungen aus Pilotprojekten
Erste Betriebserfahrungen europäischer Städte.


Cities Presented

Berlin (Germany)
Barcelona (Spain)
Gdynia (Poland)
Zürich (Switzerland)
Oberhausen (Germany)

Elektrische Bussysteme auf dem Weg in den Regelbetrieb

Mit der 5. Internationalen E-Bus-Konferenz setzte trolley:motion am 31. Mai und 1. Juni 2016 in Berlin einen wichtigen Meilenstein in der europäischen Diskussion über elektrische Bussysteme. Experten aus Verkehrsbetrieben, Industrie, Forschung und Politik trafen sich im CityCube Berlin im Rahmen der Metropolitan Solutions, um aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus den ersten großflächigen Demonstrationsprojekten zu diskutieren.

Im Mittelpunkt standen betrieblichen Erfahrungen mit elektrischen Buslinien, neue Ladeinfrastrukturen sowie unterschiedliche Systemansätze der Elektrifizierung. Städte wie Berlin, Barcelona, Zürich, Gdynia oder Oberhausen präsentierten konkrete Pilotprojekte und erste Ergebnisse aus dem praktischen Betrieb.

Eine zentrale Rolle spielte das europäische Forschungsprojekt CIVITAS ELIPTIC, das untersuchte, wie bestehende elektrische Infrastruktur – etwa Straßenbahn- oder Oberleitungsnetze – für neue elektrische Verkehrssysteme genutzt werden kann. Das Projekt verband mehr als 30 Partner aus acht Ländern und analysierte über zwanzig Demonstrationsfälle in europäischen Städten.

Auch neue Fahrzeugkonzepte wurden vorgestellt. Betreiber berichteten über Batteriebusse mit Schnellladung, Brennstoffzellenbusse sowie Trolleybusse mit Batterie-Unterstützung, die kurze Strecken ohne Oberleitung zurücklegen können. Besonders hervorgehoben wurde der Ansatz des In-Motion-Charging, bei dem Batterien während der Fahrt über die Oberleitung geladen werden und so flexible Erweiterungen des Netzes ermöglichen.

Die Konferenz machte deutlich: Elektrische Bussysteme befinden sich in einer entscheidenden Übergangsphase vom Pilotprojekt zum regelmäßigen Einsatz im öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass die Wahl des Systems – Infrastruktur, Ladeverfahren und Fahrzeugkonzept – langfristige strategische Entscheidungen für Städte und Verkehrsbetriebe erfordert.

Testfahrt mit dem Zhiel-Abegg Bus