Leipzig 2012

Ort: Leipzig, Deutschland
Datum: 23.–24. Oktober 2012
Teilnehmer: ca. 200 Fachteilnehmer aus Verkehrsbetrieben, Industrie, Forschung und Politik

Cities Presented

Montreal
Leeds
Zürich
São Paulo
Esslingen
Leipzig

250 Teilnehmer aus rund 20 Ländern kamen am 23. und 24. Oktober 2012 zur 3. internationalen E-Bus-Konferenz von trolley:motion in Leipzig zusammen. Unter dem Titel „Neue Horizonte im Stadtverkehr“ diskutierten Vertreter aus Verkehrsbetrieben, Industrie, Politik und Forschung über den technologischen Fortschritt elektrischer Bussysteme und tauschten internationale Erfahrungen aus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Rolle elektrische Bussysteme künftig im städtischen öffentlichen Verkehr übernehmen können. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, wachsender Umweltanforderungen und neuer technologischer Entwicklungen wurde elektrischen Stadtbussystemen eine Renaissance im urbanen Verkehr prognostiziert.

Auch die Gastgeberstadt Leipzig setzte mit der Konferenz ein deutliches Signal: Die Stadt diskutierte zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, die Trolleybustechnologie wieder einzuführen und damit an frühere elektrische Verkehrssysteme anzuknüpfen.

Besonders großes Interesse fanden internationale Praxisbeispiele aus verschiedenen Städten. Präsentiert wurde unter anderem das seit über zwei Jahrzehnten bestehende BRT-Projekt in São Paulo, das weltweit zu den größten elektrisch betriebenen Buskorridoren zählt. Ebenfalls vorgestellt wurde ein neues Systemkonzept in Montréal, das sich teilweise am brasilianischen Modell orientiert, sowie ein geplantes elektrisches Bussystem in Leeds, das auf moderne Trolleybus-Technologie setzen sollte.

Im Zentrum der Diskussionen standen darüber hinaus die Wirtschaftlichkeit und technische Leistungsfähigkeit elektrischer Bussysteme im Vergleich zu anderen (teil-)elektrischen Antriebskonzepten im straßengebundenen öffentlichen Verkehr. Experten aus Industrie und Forschung präsentierten neue Entwicklungen bei Hybrid-, Batterie- und Brennstoffzellentechnologien und diskutierten deren Einsatzmöglichkeiten im zukünftigen Stadtverkehr.

Die Konferenz zeigte deutlich, dass elektrische Bussysteme – insbesondere Trolleybusse mit neuen Hybrid- und Energiespeichertechnologien – als leistungsfähige und nachhaltige Lösung für den urbanen Verkehr zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Podiumsdiskussion: Conrad Troullier, Daniel Steiner, Arnd Stephan, Lino Guzella (v. l. n. r.)