City-News Archiv
Athen [GR] - Trolleybusse mit IMC-Technologie ist eine ökologische Lösung für den Athener Verkehr
Wie bereits am 21.7.2025 berichtet, beabsichtigt der der stellvertretende Minister für Infrastruktur und Verkehr, Konstantinos Kyranakis die Abschaffung der Trolleybusse in zwei Phasen. In einer ersten Phase sollen bis Ende 2025 die Oberleitungen im Zentrum von Athen und Piräus abgebaut werden. Die gesamte Abschaffung der Trolleybusse soll dann schrittweise bis 2027 erfolgen. Als Grund wird die günstigere Beschaffung von Elektrobussen genannt, die zudem keine Infrastruktur auf den Straßen der Stadt benötigen.
Die Arbeiter der ehemaligen ILPAP wehren sich weiterhin gegen die Regierungspolitik zur Abschaffung der Trolleybusse und halten die Argumente des stellvertretenden Verkehrsministers bezüglich Energieverschwendung und Instandhaltungskosten für haltlos. Der Präsident der Gewerkschaft ILPAP Stelios Inepekoglou bezeichnete gegenüber mononews.gr am 7.08.2025 die beabsichtigte Abschaffung als einen großer Fehler und ein historisches Verbrechen, das unbedingt vermieden werden muss.
Die Webseite athenstransport.com berichtete am 2.09.2025 über eine Studie des Berufskraftfahrer Giorgos Konovaliotis als Reaktion auf die jüngste Debatte über die Abschaffung von Trolleybussen in Athen. Darin analysiert er die Vorteile von Trolleybussen gegenüber anderen Verkehrsmitteln in der Stadt und räumt mit einigen Mythen auf. Die Studie beschreibt, wie moderne Trolleybusse mit IMC-Technologie eine ökologische Lösung für den Athener Verkehr darstellen und beinhaltet einen umfassenden Vergleich der seit anderthalb Jahren in Athen verkehrenden neuen Elektrobusse mit Trolleybussen. Sie beleuchtet unter anderem den oft übersehenen ökologischen Fußabdruck von Elektrobussen, der die Kosten für den Austausch ihrer nicht recycelbaren Batterien sowie die längere Lebensdauer der Trolleybusse mit IMC-Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Bussen und deren einfache Aufladung über Oberleitungen auf einem Teil der Strecke, so dass die Batterie klein gehalten werden kann.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Klimaanlage, deren Betrieb in den heutigen Elektrobussen an den heißesten Tagen des Jahres zu einer schnelleren Batterieentladung führt. Obwohl es nicht zu einer unmittelbaren Entladung kommt, wurde eine Reduzierung der gefahrenen Strecken beobachtet, da die Fahrzeuge oft außer Betrieb genommen werden, bevor die Batteriekapazität unter den kritischen Schwellenwert von 20 % fällt, ab dem das Risiko eines beschleunigten Verschleißes steigt. Oberleitungsbusse haben dieses Problem nicht und können länger als jeder andere Bustyp im Einsatz sein.
Am 10.9.2025 berichtete mononews.gr, dass das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in den nächsten Tagen voraussichtlich eine neue Ausschreibung für die Lieferung von Elektrobussen veröffentlichen, die auch die Lieferung von 30 bis 40 Elektrofahrzeugen mit In-Motion-Charging (IMC) beinhaltet. Die Beschaffung dieser Fahrzeuge mit modernster Technologie sei ein wichtiger Schritt im Verkehrssektor und im Rahmen des umfassenderen Programms der Regierung und des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr zur Förderung von Elektromobilität und nachhaltigem Verkehr.
„Wir sind mit dieser Entwicklung sehr zufrieden, da die Investition in Elektrobusse mit netzgebundener Ladeinfrastruktur (IMC) eine erhebliche operative und funktionale Verbesserung aller Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet und Athen in eine Hauptstadt mit ökologischem Bewusstsein, klarer Ausrichtung und Kosteneffizienz verwandelt“, sagte Stelios Inepekoglou, Präsident der OSY ILPAP-Gewerkschaft und stellvertretender Organisationssekretär des Athener Arbeitszentrums, auf Nachfrage zu dieser Entwicklung, siehe:
zurück

