City-News Archiv

Biel/Bienne [CH] - Genehmigung vom BAV für den geplanten Fahrleitungsneubau

J. Lehmann - 10.03.2026

Knapp ein Jahr nach Einreichung der erforderlichen Genehmigungsunterlagen hat im Dezember 2025 das zuständige Bundesamt für Verkehr die Genehmigung für den geplanten Ausbau des Trolleybus-Fahrleitungsnetzes erteilt. Es sind nur an drei Stellen kurze Erweiterungen des bestehenden Fahrleitungsnetzes und geringe Investitionen notwendig, um den gesamten Ortsverkehr in Biel zu elektrifizieren. 

Das Fahrleitungsnetz wird mit dem geplanten Ausbau um rund 2,3 km erweitert, dies sind nur 12% mehr gegenüber dem aktuellen Netz. Ab dem Zollhaus an der Solothurnstrasse via Roger-Federer-Allee bis zur Tissot Arena entsteht der erste neue Fahrleitungsabschnitt. Der zweite Abschnitt führt ab Tissot Arena durch die Busunterführung der A16 entlang der Zürichstrasse bis zum Centre Boujean, wo im Kreisverkehr eine Wendeschlaufe installiert wird. Für die beiden Abschnitte werden insgesamt 94 neue Fahrleitungsmasten errichtet. Der dritte Abschnitt entlang der Solothurnstrasse wird vom Knoten Solothurnstrasse/Länggasse bis zum Zollhaus eine zweite Fahrleitung installiert, so dass auch hier der Busverkehr künftig in beide Richtungen verkehren kann. Es wird mit einem Jahr Bauzeit gerechnet. Inbetriebnahme des geänderten Netzes mit Einführung der neuen Batterie-Trolleybuslinien 1 und 2 ist Ende 2027 vorgesehen.

Dank der Beschaffung von neuste Generation der bestellten Trolleybusse sind mit der sogenannten Dynamic-Charging-Technologie  Batterie-Trolleybussen – der Vertrag wurde Ende 2024 mit der Firma Hess unterschrieben – wird  das Aufladen der Batterie während der Fahrt der Oberleitung ermöglicht. Es wird somit sichergestellt, dass genügend Energie für die Fahrstrecken ohne Fahrleitung zu Verfügung steht.

Um ausreichend Stromkapazität und genügend Stabilität für das Fahrleitungsnetz zu gewährleisten, benötigen die VB eine neue zusätzliche Gleichrichterstation zu den heute sechs in der Stadt verteilten. Die neue Gleichrichterstation entsteht bei der Busunterführung der A16. Im gleichen Bereich hat der Gemeinderat die Parzelle 11019 im Bözingenfeld reserviert, um dort den neuen Betriebsstandort der VB zu errichten, welches den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen gerecht werden soll. Vorgesehen ist ein Depot im Norden der Parzelle sowie Büros und Werkstätten südlich des Tenniswegs, die den Bedürfnissen von heute und morgen gerecht werden. 

mehr Informationen...

zurück