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Seattle [US] - Positive Ergebnisse der Studie präsentiert
Die Ergebnisse der umfassenden Studie zur Zukunft des Trolleybussystems in Seattle im Bundesstaat Washington wurden präsentiert und kommen zu einer positiven Empfehlung zur Beibehaltung des Systems. Das Ergebnis beruht auf den Untersuchungen zur Umweltfreundlichkeit und zu den Kosten über die Lebensdauer von Fahrzeugen und ortsfesten Anlagen („life-cycle costs“).
Die Vergleichsergebnisse:
Beim Vergleich mit Batteriebussen werden diese nach dem aktuellen Stand der Technik als nicht ausgereift für den Dauerbetrieb in größeren Einheiten und gerade auf den Strecken sehr starker Steigungen wie in Seattle nicht betriebstauglich. Im Vergleich zu gasbetriebenen Bussen schneiden die Trolleybusse hinsichtlich der Emissionswerte und auch aufgrund der höheren Betriebskosten günstiger ab. Brennstoffzellenbussen werden aktuell und auf mittlere Sicht keine Chancen eingeräumt, ihre unverhältnismäßig hohen Anschaffungskosten zu amortisieren und sind als Gelenkwagen bislang am Markt praktisch nicht verfügbar. Dazu wurden auch diverse bisherige Betreiber von Brennstoffzellenbussen befragt. Konventionelle Dieselbusse, aber auch solche in Hybridvariante zeigen ungünstigere Umweltwirkungen als Trolleybusse, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Verkehrsbetriebe in Seattle zu 98% Strom aus regenerativen Energiequellen nutzen.
Bei der Betrachtung der Lebenszykluskosten der Obusse in Seattle wurden Subventionen durch Bundesmittel für die Unterhaltung sogenannter „fixed guideways“ berücksichtigt und mehrere Varianten bezüglich der Höhe dieser Mittel, aber anderer Komponenten wie Dieselpreise, Anschaffungskosten der Fahrzeuge und Lebensdauer berechnet. Insgesamt ergibt sich unter den dargestellten Szenarien ein Kostenvorteil von jährlich rund 3,7 Mio. USD.
Die Kosten für den Abbau der bestehenden Trolleybusinfrastruktur werden mit USD 37.385.000 beziffert.
Eine Entscheidung der lokalen Behörden über die anstehende Flottenerneuerung wird erwartet. Nach allen bisherigen Aussagen wollen sich diese an den Ergebnissen der jetzt veröffentlichten Studie orientieren.
Fotos:
oben: Wie die "Bergziegen" erklimmen die Trolleybusse die steilen Straßen von Seattle, hier Wagen 4156. Früher fuhren hier wie in San Francisco auch Kabelbahnen.
unten: Teilweise führen die Obuslinien aus der Stadt Seattle weit ins Umland und bieten dabei auch phantastische Ausblicke auf angrenzende Seen und Meer. Hier Gelenktrolleybus 4255 auf der Linie 7, die mit knapp 20 km einer der längsten im Trolleybusnetz ist.
Aufnahmen: Gunter Mackinger 16./17. Juni 2011
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